Oktober 2016

Oktober: Der Ballontorpedo

Material: eine dünne glatte Schnur, einen Strohhalm, einen Luftballon, Klebeband

So geht es:

Durchführung:

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Die Schnur wird durch den Strohhalm geführt.

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Der Luftballon wird aufgeblasen und mit einer Wäscheklammer verschlossen.

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Der Luftballon wird an den Strohhalm geklebt.

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Nun die Wäscheklammer entfernen…

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… und der Luftballon schießt entlang der Schur nach vorn!

Erklärung Ballontorpedo:

Die aus dem Ballon strömende Luft ist wie ein Rückstoß, der den Ballon nach vorn schießen lässt. Der Strohhalm bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung in der die Luft ausströmt.

Die Richtung des Ballons wird durch das Festbinden des Ballons bzw. der Öffnung bestimmt.
Die Fortbewegung des Luftballons zeigt, dass Luft nicht einfach “Nichts” ist. Luft hat eine Masse und die Kraft, etwas zu bewegen. Durch den Ausstoß der Luft aus der Öffnung des Luftballons wird ein Rückstoß in entgegengesetzter Richtung erzeugt, was die Rakete beschleunigt und “davonfliegen” lässt.

Der Versuch demonstriert das Rückstoßprinzip. Das Rückstoßprinzip ist immer dann wirksam, wenn von einem Körper etwas weggeschleudert oder in eine bestimmte Richtung abgegeben wird. Der verbleibende Körper erfährt dann eine Kraft in der entgegen gesetzten Richtung. Die beiden Körper, die hier im Spiel sind, sind die Luft und der Strohhalm. Der gespannte Luftballon übt eine Kraft auf die darin befindliche Luft aus. Dadurch strömt die Luft nach hinten weg. Deshalb bewegt sich der Strohhalm in der anderen Richtung.

Was der Versuch mit dem Alltag zu tun hat

Ein Beispiel für das Rückstoßprinzip im Alltag ist der Düsenantrieb von Flugzeugen. Auch einige Tiere bewegen sich nach diesem Prinzip vorwärts. Z.B. schleudern Tintenfische Wasser nach hinten, um sich selbst fortzubewegen. Rasensprenger verändern ihre Position ebenfalls mit diesem Prinzip. Auch beim Abfeuern einer Gewehrkugel ist der Rückstoß zu spüren. Dies sieht man in Filmen recht häufig.